16.03.2017 – Digitalisierung stärkt Wettbewerbsfähigkeit

    Industrie 4.0 Modulare IT-Systeme der Surseer Full Speed Systems AG ermöglichen auch KMU’s effizientere Prozessabläufe

    Haben Laden- und Firmenbesitzer früher einmal im Jahr Inventar gemacht und über ihre Lagerbestände Buch geführt, ist heute die Digitalisierung von Lagern weit fortgeschritten, zumindest in grossen Firmen. Wie die Surseer Full Speed Systems AG zeigt, wären aber auch für KMU noch vermehrt effiziente, digitale Prozesswege möglich.

    Digitalisierung in der Logistik, das ist heute längst Realität: Sei es für die Bestandesführung, für Logistik- und Transportoptimierungen – sei es für Serviceleistungen und den besseren Betrieb von Anlagen, auch beim Kunden. Die Digitalisierung verbessert die Datenlage eines Unternehmens, was ein immenser Vorteil ist; denn schlechte, sprich falsche und lückenhafte Daten – oder auch zu spät oder zu wenig effizient gesammelte – bedeuten suboptimale Entscheidungen und Mehrkosten.
    «Es ist ein trauriger, aber bekannter Fakt: Viele Betriebe wissen gar nicht, was sie eigentlich alles an Lager haben. Und das kostet letztlich!», ist Urs Liechti, Mitgründer und -besitzer der Full Speed Systems AG in Sursee überzeugt.

    Enormer Digitalisierungsbedarf
    Die Anwendung modernster Informationstechnologien in der Lagerhaltung und Logistik sowie deren Verzahnung mit industrieller oder gewerblicher Produktion und Serviceleistungen garantiert hingegen eine möglichst reibungslose Kommunikation zwischen Menschen, Maschinen und Produkten. «Mittels digitalisierter Prozessunterstützung kann die Konkurrenzfähigkeit vieler Schweizer Betriebe erhalten oder sogar massiv gesteigert werden. Viele glauben uns bloss noch nicht, wie einfach Digitalisierung auch bei KMU geht», sagt Urs Liechti kopfschüttelnd.

    Ein paar Beispiele gefällig?
    Einen Nutzen von IT und Sensoren hat jeder, vom kleinen Betrieb bis zum grossen. «Nehmen wir als Beispiel einen Uhrenhersteller. Der Digitalisierungsprozess übernimmt bei ihm die permanente Bestandesführung. Welche Uhr liegt in welchem Bijouterie- Geschäft zum Verkauf?», erzählt Urs Liechti. «Unser System generiert automatische Nachbestellungen, so dass der Bijoutier keine eigenen auslösen muss. Es übermittelt Daten zur Rechnungsprüfung und -zahlung und es hält auch die Verpflichtungen für Garantie-Leistungen im Auge», zählt der Surseer verschiedene Nutzungsmöglichkeiten auf.
    Digitalisierung ist aber auch in einem Handwerker- beziehungsweise Service-Betrieb effizienz- und somit gewinnbringend. «Ich nenne gerne das Beispiel eines Heizungsinstallationsgeschäftes», so Liechti. Auch in diesem Bereich seien diverse Optimierungen des Betriebs möglich. «Der Digitalisierungsprozess ermöglicht die permanente, sprich 24-Stunden-Überwachung von Heizungen, Logistikoptimierungen von Ersatzteilen oder ein Anlage-Management.» Konkret bedeutet dies im Alltag des Handwerkbetriebes etwa, dass die Werkzeugkoffern der Monteure in einem Regal mit Sensoren stehen. Verwendet ein Mitarbeiter bei einem Kunden ein Ersatzteil, realisiert dies der Sensor, wenn der Koffer nach Feierabend in der Werkstatt steht. Die Nachbestellung des fehlenden Teils erfolgt bereits am folgenden Tag automatisch. «Dies bedingt natürlich Anforderungen an die Sensoren: Sie müssen alle Daten senden, die für den Service relevant sind, oder Seriennummern von Ersatzteilen erkennen. Aber das ist heute alles kein Problem mehr», garantiert Urs Liechti.

    Alle Geschäftsbereiche profitieren
    Schliesslich noch ein drittes Beispiel. Die Lagerdigitalisierung ist auch bei Schüttgütern höchst effizient. Sie ermöglicht die permanente Überwachung von Lagerflächen sowie Logistikoptimierungen, indem sie wiederum mittels Sensoren den Bestand, den Abgang sowie den Eingang registriert sowie für den Nachschub sorgt, also die Produktion respektive die Beschaffung auslöst. Die Richtung der Prozesse, welche die Digitalisierung auslöst, geht also vor allem in Richtung Büro, wo es die Arbeit vereinfacht.

    KMU-taugliche Modullösungen
    ERP-Unterstützung, kurze Umsetzungszeiten und ROI – Return on Investment – sind bei der Digitalisierung von Lagern und Logistik wichtige Stichworte. Die Full Speed Systems AG setzt auf Oracle-Lösungen, Konkurrenz-Systeme der Software-Hersteller SAP und Microsoft.
    Überzeugt an den Oracle-Produkten hat die Gründer der Surseer Full Speed Systems AG, Marcel Merz und Urs Liechti, vor über 20 Jahren, dass diese
    – im Gegensatz zu den Angeboten des bekannteren Marktleaders SAP – für sehr viele Business-Prozesse schneller nutzenbringend einsetzbar sind. «Sie sind modern, benutzerfreundlich und günstig im Betrieb und somit ideal auch für kleinere und mittlere Unternehmen», so Urs Liechti. «Wir sind wirklich überzeugt, dass unsere Angebote für KMU tauglich sind.»

    Sensoren sind zentral
    Aber egal welche ERP Systeme – die Ziele der Digitalisierung sind letztlich die gleichen: Prozesse können stark automatisiert und individuell abgewickelt werden, die Ressourcen sind im effizienten Einsatz, neue Dienste und Geschäftsmodelle sind möglich.
    Die Full Speed System holt ihre Kunden mit ihrem neuen Logistik-Digitalisierungsangebot ab, wo sie stehen. Sie baut entweder auf einem bestehenden ERP (auch von der Konkurrenz SAP) oder auf einem neuen Oracle-JD-Edwards-System auf – und sie bietet je nach den individuellen Bedürfnissen massgeschneiderte Lösungen mit eingekauften Standard-Modulen, dieverschiedene Logistik-Prozesse steuern, überwachen und justieren. Neben der IT sind in der Regel besagte Sensoren im Einsatz.

    Der Weg der Zukunft ist klar …
    «Die Einsatzmöglichkeiten sind wirklich enorm, wie unser bisheriges Kundenportfolio zeigt», sagt Urs Liechti. Die Full Speed Systems AG investiert denn auch in den eigenen IT-Nachwuchs, der das Know-how bereits eifrig anwendet oder wie die Lehrtochter Michelle Brechbühl auch in Facharbeiten an der Berufsschule vertieft. Denn in die Zukunft gehts garantiert digital – und full speed.

    ANDREA WILLIMANN, Surseer Woche / Sempacher Woche / Trienger Woche, 16.03.2017